Designer: Faul, dumm und blind – und auch noch stolz drauf.

Gutes Design entsteht nicht durch Perfektionismus oder komplizierte Konzepte. Es entsteht durch eine einfache, aber oft unterschätzte Methode: Sich absichtlich dumm, faul und blind stellen. Was sich erst mal wie eine Provokation anhört, ist in Wahrheit eine der wirkungsvollsten Strategien, um Designentscheidungen auf den Prüfstand zu stellen und echte Nutzerfreundlichkeit zu schaffen.

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1. Dummheit als Methode: Die Kunst, wie ein Neuling zu denken

Wer lange im Design arbeitet, läuft Gefahr, sich in Fachwissen zu verlieren. Begriffe, Funktionen oder Strukturen, die für uns selbstverständlich sind, können für Außenstehende verwirrend oder unverständlich sein. Deshalb ist es wichtig, sich absichtlich dumm zu stellen.

  • Funktioniert die Website oder App auch für jemanden, der sie zum ersten Mal sieht?

  • Ist die Navigation intuitiv oder braucht es eine Anleitung?

  • Sind die Texte klar oder voller Fachbegriffe?

Sich in die Rolle eines Neulings zu versetzen, hilft, Schwachstellen aufzudecken. Das ist UX-Testing in seiner einfachsten und direktesten Form. Denn wenn etwas nicht sofort verständlich ist, liegt der Fehler nicht beim Nutzer – sondern beim Design.

2. Faulheit: Der Schlüssel zur Effizienz

„Gute Designer sind faul.“ Warum? Weil sie ständig überlegen, wie sie Dinge einfacher und effizienter machen können. Der Gedanke dahinter: Je bequemer ein Design für den Nutzer, desto besser.

  • Wie viele Klicks sind nötig, um ein Produkt zu kaufen?

  • Kann ein Formular mit weniger Feldern auskommen?

  • Gibt es überflüssige Schritte, die den Prozess unnötig komplizieren?

Ein Beispiel: Niemand füllt gerne lange Formulare aus. Also sollten wir als Designer überlegen, welche Informationen wirklich nötig sind und welche wir durch Auto-Fill oder andere clevere Lösungen vereinfachen können. Die „faulste“ Lösung ist oft die nutzerfreundlichste.

3. Blindheit: Das große Ganze sehen

Design ist nicht nur eine Frage von Farben und Formen – sondern auch von Wahrnehmung. Und manchmal hilft es, bewusst „blind“ zu werden, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  • Brille abnehmen: Wie wirkt das Design aus der Distanz?

  • Augen zusammenkneifen: Sind Kontraste stark genug?

  • Nur in Graustufen betrachten: Ist das Layout auch ohne Farben verständlich?

Diese simplen Tricks helfen, Abstände, Strichstärken und Kompositionen besser zu beurteilen. Sie sorgen dafür, dass Designs nicht nur auf dem Retina-Display großartig aussehen, sondern auch in echten Anwendungsfällen funktionieren.

Fazit: Gute Designer sind stolz darauf, dumm, faul und blind zu sein

Gutes Design ist nicht die Summe aus komplexen Ideen, sondern das Ergebnis von radikaler Vereinfachung. Wer sich absichtlich dumm stellt, entdeckt Fehler. Wer faul denkt, schafft effizientere Lösungen. Und wer bewusst blind ist, erkennt das große Ganze.

Design bedeutet nicht, klug, fleißig und detailverliebt zu sein – sondern immer wieder die eigene Perspektive zu hinterfragen. Denn am Ende zählt nicht, was wir als Designer verstehen – sondern was beim Nutzer ankommt.

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